Kleinkinder
Die Definition des Alters, wie lange ein Kind als Kleinkind bezeichnet wird, ist unterschiedlich. In der Regel wird aber davon ausgegangen, dass es mindestens ein Jahr alt ist und höchstens fünf bis sechs Jahre. Viele sehen den Übergang vom Kleinkind- zum Kindesalter aber auch erst mit der Einschulung, manche wiederum beenden das Kleinkinddasein ab einem Alter von drei Jahren. Fakt ist, dass ein Kleinkind noch besonders schutz- und hilfsbedürftig ist und somit auch nicht in der Lage wäre, allein klar zu kommen. Es bedarf noch in besonderem Maße der Aufmerksamkeit und Hilfe seiner Eltern und kann viele Dinge, wie sich komplett anziehen, waschen und ähnliches, noch nicht vollständig allein. Die Tendenz zum Selbermachen ist aber vorhanden.
Schon Kleinkinder ab etwa sechs Monaten bestehen teilweise darauf, Dinge selbst zu machen oder es zumindest auszuprobieren. Man nehme nur das Beispiel der Manscherei beim Essen, weil der Zwerg darauf bestanden hat, den Löffel mit dem Brei selbst zum Mund zu führen. Kleinkinder gehören auch zu der Gruppe Menschen, die am anfälligsten für Verletzungen sind. Das ist auch kein Wunder, denn sie probieren alles aus, sind körperlich aber noch nicht immer in der Lage, alles selbst zu machen. Auch können sie die Folgen ihres Handelns noch nicht abschätzen. Dies zeigt sich bei den Kletteraktionen auf der Treppe ebenso, wie im Umgang mit anderen Kindern, wenn geschlagen und getreten wird.
Das Bewusstsein, dass jemand verletzt werden kann oder dass Dinge beschädigt werden, ist noch nicht vorhanden. Dieses bildet sich erst nach verschiedenen Erfahrungen heraus und dadurch, dass das Kind daraus lernt. Kleinkinder bringen aber eine gewisse soziale Kompetenz mit und sorgen sich um Eltern und Geschwister und helfen, wo sie können. So wurde schon beobachtet, dass noch sehr kleine Kinder versuchen zu helfen, wenn sie bemerken, dass jemandem etwas heruntergefallen ist und die betreffende Person nicht herankommt.